Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wieder im Osten

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Ganz langsam neigt sich das Fußballjahr auch dem Ende zu. Wobei es noch einige Spieltage sind und eine Runde im DFB-Pokal gibt es in diesem Jahr auch noch. Zur Saison in der Bundesliga kann man jetzt schon sagen, dass sie in die Geschichte eingehen wird.

Das Historische an dieser Spielzeit ist leider nichts Glorreiches, denn es ist der Skandal um den Videobeweis, der dafür sorgte, dass man diese Saison sportlich nicht werten kann. Was die Sache noch schlimmer macht, ist, dass man daran festhalten möchte und dies obwohl jeder mittlerweile verstanden hat, warum das Thema um mögliche Manipulationen so noch größer geworden ist.

Da ist es umso schöner, wenn man von sportlichen Highlights schreiben kann, welche mit dieser Show erst einmal nichts zu tun haben. So geht es auch diesmal wieder in der 3. Liga weiter. Gab es zuletzt einen kleinen Schwerpunkt mit Mannschaften aus dem Süddeutschen, geht es jetzt wieder um einen Kultclub aus dem Osten und zwar genauer gesagt aus Jena.

Der FC Carl Zeiss Jena ist ein Fußballverein, welcher ganz ursprünglich einmal im Jahr 1903 gegründet wurde. Für den heutigen Verein ist allerdings ein anderes Datum wesentlich relevanter. Nach mehreren Namensänderungen  wurde der Verein am 20. Januar 1966 als FC Carl Zeiss Jena neu gegründet, warum man im letzten Jahr auch die 50 feierte.

Dreimal wurde Jena Meister in der DDR aber dies sollte nicht der größte Erfolg der Vereinsgeschichte sein. Es war das Jahr 1981und man schaffte den sensationellen Einzug ins Endspiel des Europapokals der Pokalsieger, wo man leider gegen Dinamo Tiflis unterlag.

Der Verein aus Thüringen zählte im Sommer 2017 circa 4.000 Mitglieder, die man bei Heimspielen im Ernst-Abbe-Sportfeld, welches hier natürlich auch noch vorgestellt wird, antrifft. Die Vereinsfarben sind Blau, Gelb und Weiß.

In der Tabelle ist man im Mittelfeld, viel größere Sorgen machen aber wohl die Finanzen, wie sich gerade erst zeigte, denn der Aufstieg war teuer, sehr teuer. Man sieht, auch in der 3. Liga haben die Finanzen vielfach schon das Sportliche überholt, was ein Trauerspiel bleibt.

Die Ambitionen sind aber bei diesem wichtigen Verein aus dem Osten der Republik hoch, was aber auch an dieser Stelle wieder berechtigt ist, wird der Fußball aus Ostdeutschland doch vor allem auch in der Bundesliga fast 30 Jahren nach dem Mauerfall nicht angemessen widergespiegelt, um nicht zu sagen, gar nicht.

Es gibt so viel Fußballkultur in Ostdeutschland und so viele Traditionsvereine, da ist es doch schon eine Frechheit, dass man in der 1. Liga ausgerechnet den Dosenclub aus Leipzig vorgesetzt bekommt. Eine solche Entwicklung braucht niemand und dies hat auch nichts mit einer Wiedervereinigung im Fußball zu tun.

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