Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Winter und fast Pause

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Morgen beginnt noch das Achtelfinale im DFB-Pokal, warum die Winterpause nach dem 17. Spieltag noch immer nicht ganz erreicht ist. Obwohl es in der Hinrunde wirklich sportliche Gründe für Montagsspieltage gegeben hätte, wie sich gerade erst am vergangenen Wochenende, wo dies natürlich nicht möglich war, zeigte, gab es nicht einen. Auch dies hatte der DFB anders suggeriert aber Glaubwürdigkeit kann man dort allgemein mangels Masse kaum noch verlieren. Am Freitag ging es dann auch wieder in diesem Stil los und zwar trafen Borussia Mönchengladbach und der Hamburger SV aufeinander. 3:1 am Ende klingt großartig aber es war eher ein Grottenkick, was auch ein Teil der Fohlenfans so äußerte, was wiederum bei Sportdirektor Max Eberl zu großem Zorn führte, dass er dabei die Staatsmedien wieder im Rücken hatte, zeigte noch einmal, dass man dort gerne auf unabhängige Berichterstattung verzichtet. Übrigens gibt es das Problem mit den Fans nicht nur am Niederrhein, sondern zum Beispiel auch in Mainz, auch an dieser Stelle kann man sich also nicht mit Einzelfällen rausreden. Das Verhalten der Verantwortlichen bei den Vereinen ist völlig unverständlich, denn bei dem Ausverkauf in der Liga, muss man halt auch ordentlich was bieten. Dies sind die Spielregeln, welche man schließlich angenommen hat. Nach dem zu liefernden Vollgasfußball sah es dann aber am Samstagnachmittag erst einmal aus, denn es gab vom Main bis an die Weser gleich Tore und dann ging es auch schon in Augsburg weiter. Man muss aber auch sagen, dass es dann zwischenzeitlich eher wieder ruhiger wurde aber der Reihe nach. Eintracht Frankfurt empfing Schalke 04 und die Hessen gingen mit dem ersten Angriff gleich in Führung. Dann kehrte lange Zeit Ruhe ein, bevor am Main das 2:0 fiel. Es sollte aber sogar noch einmal etwas Spannung aufkommen, denn Schalke kam noch zum 2:1. Dann wurde es zum Ende tatsächlich noch richtig hektisch, während der Schalker Trainer Domenico Tedesco vom Platz flog, fiel auch noch, nach Videobeweis, das 2:2, was auch der Endstand war. Was für ein Ritt.

Punkte verdoppelt
Wie gesagt, auch in Bremen klingelte es direkt und Werder führte mit 1:0 und erhöhte dann auch schnell auf 2:0. An der Weser wurde es dann allerdings auch bis in die zweiten 45 Minuten eher entspannter, um es nett zu formulieren. Dann kamen aber plötzlich die Mainzer mit dem 2:1 noch einmal ran und auch dort stand nach einem Treffer in der letzten Sekunde ein 2:2. Unfassbar, zwei Teams verspielten eine 2:0-Heimführung. Ebenfalls mit einem frühen Heimtreffer ging es in der Partie zwischen dem FC Augsburg und dem SC Freiburg los, allerdings konnten die Breisgauer auch relativ schnell ausgleichen. Dann wurde es bis zum Start in die zweite Halbzeit ruhig, da gingen dann die Freiburger mit 2:1 in Führung und eigentlich sollte der Ausgleich kommen aber es gibt natürlich noch den Videobeweis und so bekam der FCA einen Elfer aberkannt. Wie es so ist, schossen die Freiburger dafür dann das 3:1 aber auch dort sollte es noch einmal interessant werden, denn die Augsburger schossen nun gleich zwei Tore und plötzlich stand es 3:3. Man mochte einen Trend erahnen. Richtig interessant sollte eigentlich der Kick zwischen dem 1. FC Köln und dem VfL Wolfsburg werden aber hier ging es eher ruhig los und sollte es auch lange bis in die zweite Hälfte bleiben und dann geschah das wirklich unglaubliche und die Kölner schossen tatsächlich ein Tor. Dies geschah allerdings gegen Wölfe, welche dieses Spiel aber eher die meiste Zeit über boykottiert hatten. Am Ende gab es dann wirklich den ersten und natürlich damit einzigen Sieg in der Hinrunde für die Kölner, die damit mal eben ihre Punktzahl verdoppelt hatten. Der Wahnsinn unterm Dom ist riesig und bleibt wohl auch so, wie auch die Tabelle verrät.

Weitere Möglichkeit nicht genutzt
Eher nur am Rande wird das Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern München erwähnt und man weiß, warum. Die Mainstreammedien verkaufen es zwar gerne anders, gerade auch seit der Rückkehr von Jupp Heynckes, nur es ist eben so, dass das vermeintliche Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußball ein Garant für Grottenkicks ist. So war man auch nicht überrascht, dass die Bayern irgendwann das 1:0 schossen aber dann kam auch im Ländle der Videobeweis und es gab einen Elfer für die Stuttgarter aber auch hier gilt, wie es so ist, er wurde nicht verwandelt un der FCB stolperte sich so zu einem weiteren Glückssieg mit 1:0. Man dachte lange Zeit am Samstagnachmittag es könnte ein halbwegs normaler Spieltag in dieser Saison ohne Geschmäckle werden, was, wie man sah, sich dann leider nach und nach, vor allem wieder durch den Videobeweis, anders zeigte. Schade, so wurde auch noch die Möglichkeit, die Hinrunde versöhnlich zu beenden, nicht genutzt und spätestens zu diesem Zeitpunkt stand schon fest, dass sich der Widerstand in der Rückrunde noch einmal verstärken muss. Natürlich war man auch noch auf das Abendspiel gespannt, auch wenn man bei Borussia Dortmund gegen 1899 Hoffenheim eine klare Vorahnung hatte. Das Spiel ist schnell erzählt, die SAP-ler gingen in Führung, dafür kam der BVB mit einem Elfer zurück ins Spiel, welcher ohne Videobeweis auskam und direkt vom ansonsten eher schwachen Schiri Harm Osmers gegeben wurde. Kurz vorm Ende, wie an diesem Spieltag üblich, drehte auch die Borussia das Spiel noch und stellte auf 2:1. Chef Hans-Joachim Watzke bekam am Abend noch eine Plattform in Staatsfernsehen, die er erst einmal für Sky-Werbung nutzte, womit er dort damit nicht alleine war, was in Sachen Ausverkauf wieder nicht uninteressant war, ansonsten brachte dieser Auftritt nichts Unerwartetes oder Neues.

Ein letzter Sonntag 2017
Natürlich war es noch nicht der letzte Sonntag in 2017 aber es war der letzte mit Bundesliga in diesem Jahr und da standen noch zwei Spiele an. Den Auftakt am 3. Advent gab es in der Landeshauptstadt von Niedersachsen, wo sich Hannover 96 und Bayer 04 Leverkusen trafen. Hier war vor allem die Frage nach der Macht am Rhein für die Winterpause eine sehr interessante, was bedeutete, die Werkself musste ebenfalls was reißen. Vollgas war an diesem Spieltag bereits ein Thema und sollte es auch wieder in Hannover werden. Nach 45 Minuten stand es bereits 3:2, was für sich spricht. Dies gilt leider auch wieder dafür, dass es wieder einen dieser diskussionswürdigen Elfer samt Videobeweis gegen Leverkusen gab. Natürlich ist es aber auch so, dass diese Saison längst so verfälscht ist, dass sie sportlich allgemein gar nicht mehr zu werten ist. Die zweiten 45 Minuten waren fast genauso torreich und so endete es mit einem 4:4, womit, durch die neue Technik, zwei weitere Punkte für Leverkusen wegfielen aber immerhin konnte die Machtfrage am Rhein trotzdem fein geklärt werden. Das letzte Spiel der Hinrunde gab es dann in der Hauptstadt, wo Hertha BSC Berlin und RB Leipzig aufeinandertrafen. Auch hier sollten die traurigen Trends der Saison noch einmal unterstrichen werden, so wurde Hertha früh dezimiert und man ist nicht irritiert, dass Schwalbenkönig Timo Werner involviert war. Aber auch dies half den Antitraditionalisten nichts und sie sollten mit 3:2 verlieren. Dies passte natürlich wieder perfekt in das immer wieder kopierte, bayerische Drehbuch dieser Liga, welche sich längst soweit vom Sport entfernst hat. Wo all dies hinführt, wird man schon ganz bald erfahren, da die Winterpause, die am Donnerstag beginnt, schon früh im Januar wieder endet und der ganze Wahnsinn dann sehr wahrscheinlich genauso in der Rückrunde fortgesetzt wird.  Dies gilt wohl auch für die Fake-News in den Staatsmedien, so sprach man bei WDR 2 von einer wunderbaren Hinrunde, nachdem der letzte Abpfiff in der Bundesliga 2017 zu hören war. Nach den Erlebnissen dieser Skandalhinrunde sind dies nicht nur alternative Fakten, es ist außerdem einfach nur noch peinlich.

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