Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wo einst das Wedaustadion stand

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Viele Menschen dürften sich noch an das Wedaustadion in Duisburg erinnern, welches seinen ganz eigenen Charme hatte. Da Charme aber nicht in die heutige Fußballwelt passt, war es absehbar, dass auch dort die Tage irgendwann einmal gezählt sein sollten.

So entstand an dieser Stelle, südlich der City von Duisburg im Stadtteil Neudorf, von 2003 bis 2004 eine neue Arena, mit dem Namen Schauinsland-Arena, welche in den dortigen Sportpark integriert wurde. Dort findet man auch eine Regattabahn, sowie ein Schwimmstadion und eine Eissporthalle.

Wie man ahnen kann, geht es um die Heimspielstätte des MSV Duisburg, dessen Neubau vor genau 12 Jahren im Juli 2003 mit dem Abriss der Nordkurve und der Ostgeraden begann. Das Spiel der Zebras gegen Rot-Weiß Oberhausen, welches im Oktober 2003 mit einem 1:1-Unentschieden endete, war mit der Grundsteinlegung dann der offizielle Neustart für die heutige Arena.

Zwischen April und November 2004 wurden dann nach und nach die verschiedenen Tribünenbereiche eröffnet, welche allesamt unterschiedlich Namenspaten hatten, einer davon war das Duisburger Reiseunternehmen Schauinsland-Reisen. Zum Auftakt der Saison 2005 / 2006 wurde die Kapazität der Arena noch einmal geringfügig durch einige Zusatzplätze im Oberrang erhöht, was das bisherige Ende des Neubaus bezeichnen sollte.

In der Bundesligasaison 2007 / 2008 sollte sich wieder einmal zeigen, warum sich Menschen, welche ganz offensichtlich keine Ahnung von diesem tollen Sport haben, sich von diesem einfach fernhalten sollten. Die RWE AG hatte den Plan die Namensrechte an der Arena zu erwerben. RWE steht allerdings in dieser Region, unter Fußballfans, nicht für den Energieriesen, sondern für den Lokalrivalen Rot-Weiss Essen.

Nun ist es keine Überraschung, dass die Vorstellung die eigene Arena nachdem Lokalrivalen zu benennen beim Duisburger Anhang nicht gerade für Freude und Applaus sorgen sollte, es war schon eher das genaue Gegenteil. So gab es natürlich größere Proteste der Fanszene in Duisburg und der Energieversorger verzichtete auf diesen wohl nicht wirklich ganz durchdachten Plan.

Vor einem halben Jahrzehnt, im Juli 2010, wurden die Namensrechte dann an das eben bereits angesprochene Reiseunternehmen verkauft, was natürlich weitere Einnahmen sicherte, welche man auch beim MSV Duisburg dringend benötigte. Deshalb spricht man auch aktuell noch immer von der Schauinsland-Arena.

Aber zurück zur Arena und ihren Eigenschaften, wozu zum Beispiel auch zwei 41 qm große Anzeigetafeln, gehören. Im Gesamten ist diese Sportstätte 205 Meter lang, 165 Meter breit und 35 Meter hoch, wenn man die Pylonen zum Maßstab macht, denn das Dach ist mit 26 Metern nicht ganz so hoch. Übrigens gibt es dort, ganz anders als im Wedaustadion noch, keine Laufbahn mehr. Ins gesamt finden dort aktuell 31.500 Zuschauer Platz.

Komplett volle Hütte gab es dort übrigens zum ersten Mal im Spiel gegen Borussia Dortmund im August 2005, welches ebenfalls 1:1-Unentschieden endete und noch eine Erstligapartie der Zebras war. Um beim Thema Stimmung zu bleiben, steht schon in einigen Wochen der nächsten Knaller in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2015 / 2016 an, denn dann hat man Schalke 04 zu Gast und man darf davon ausgehen, dass die Hütte dann auch wieder brennt.

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