Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Zum Jahresende kehrte erneut die Trauer in die Liga zurück

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Leider ist eine vermeintliche Terrorgefahr in Deutschland längst auch wieder im Fußball angekommen und dies betraf ausgerechnet den 16. Spieltag, welcher der letzte in diesem Jahr sein sollte. So war dort erst einmal auch alles von der Trauer um die Opfer von Berlin gezeichnet und so liefen wieder einmal alle Teams mit Trauerflor auf und die Spiele begannen allesamt mit einer Schweigeminute. Nach den Geschehnissen vom Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin hätte man auch über Spielabsagen reden können aber dafür wird einfach zu viel Geld verdient, könnte man tatsächlich meinen. Fußball war somit wieder nur Nebensache und ganz andere Dinge eher im Hinterkopf oder zum Teil auch klar vorm Auge. Am Dienstagabend empfing Borussia Dortmund den FC Augsburg und der Dortmunder Fußballtempel wurde mit LKW gegen Anschläge geschützt, was verdeutlicht, warum das 1:1 nicht wirklich von Bedeutung war. In Deutschlands zweitgrößter Stadt trennten sich der Hamburger SV und Schalke 04 mit einem 2:1 und hier blieb es zum Glück auch friedlich, was nicht selbstverständlich war, erfuhr man doch kurz zuvor, dass der oder die Täter von Berlin auf freiem Fuß waren, da sich verschiedene Ermittlungspannen aneinander gereiht hatten. Ebenfalls friedlich blieb es beim Krisentreffen am Niederrhein, wo sich Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg mit einem 1:2 in die Winterpause verabschiedeten und bei den Fohlen dann auch gleich noch Trainer André Schubert gehen musste. Ein allgemein schon brisantes Spiel rundete die Dienstagsspiele dann ab und im Rhein-Main-Derby siegte Eintracht Frankfurt gegen den FSV Mainz 05 mit einem klaren 3:0. Man sieht schon, warum auch am Mittwoch der Fokus nicht der normale sein sollte und dies trotz dem großen Derby im Rheinland und natürlich einem Heimspiel in Berlin. Übrigens änderte das angesprochene Ereignis in der Hauptstadt nichts daran, dass auch dieser Spieltag wieder Platzverweise, Elfer und andere fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen bot. Dies ist natürlich an einem so besonderen Spieltag ein trauriges und unwürdiges Zeichen.

Ganz Fußballdeutschland schaute nach Berlin
Man ist den bekannten Größenwahn beim FC Bayern München längst gewohnt und kann ihm eigentlich nur mit einem müden Lächeln begegnen. Dies gilt auch dafür, dass man dort meinte, ganz Fußballdeutschland würde sich für das Schauspiel gegen RB Leipzig interessieren, was allgemein schon grober Unfug war. So war das 3:0 auch eher nur eine unbedeutende Randnotiz und ein Blick auf die Tabelle zeigte auch, warum all dies für wahre Fußballfans nichts Neues in Sachen Spannung brachte und nur wieder unterstrich, dass es am Ende blutleer nach all dem Gequatsche im Vorfeld blieb. Durch die angesprochene Tat in der Hauptstadt, wo die Ermittlungsgeschichten fast stündlich absurder werden, war das Interesse eben allgemein auch schon ganz anders gelagert und man schaute eher auf die Partie Hertha BSC Berlin gegen SV Darmstadt 98, die 2:0 endete. Hier muss man erwähnen, dass die Protagonisten aus Berlin vorm Spiel noch am Tatort einen Kranz niedergelegt hatten und es natürlich das emotionalste Spiel vor der Winterpause war. Anschwitzen nannte man übrigens die angesprochene Kranzniederlegung völlig niveaulos im Staatsfernsehen beim abendlichen Bericht, so etwas ist einfach nur pietätlos. Trauerbekundungen gab es, wie natürlich bei allen Spielen an diesem Mittwochabend,  auch bei der Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Werder Bremen, welche 1:1 endete. Dieses Ergebnis sollte es auch beim zweiten Derby dieses Spieltags geben, welches in der Domstadt anstand, wo der 1. FC Köln auf Bayer 04 Leverkusen traf. Dies ist natürlich für die Werkself nicht hinnehmbar und muss endlich Konsequenzen fürs Management haben, denn dort liegt das Problem und nicht beim Trainer, wie es in den Massenmedien verkauft wird. Die rheinische Fahrstuhlmannschaft zeigte ihre Anteilnahme übrigens, in dem das Stadion in den Farben Berlins beleuchtete wurde. Somit fehlt noch ein letztes Spiel in diesem Jahr und zwar das zwischen dem FC Ingolstadt und dem SC Freiburg. Am Ende stand es dort 1:2 und dies vor ziemlich leeren Rängen, was nicht an den schrecklichen Ereignissen dieser Woche lag, sondern ein allgemeines Problem ist, welches die vermeintlich Mächtigen dieses Sports zum Nachdenken bringen sollte.

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